Pro Viadukt

Es wurden verschiedene Leute kontaktiert, vor allem aus der Politik, aber auch andere Schlüsselpersonen. Der Bezirksrat Einsiedeln steht zwar weiterhin hinter dem Viadukt, aber ob dies bei den Verhandlungen reicht, ist fraglich. Eine entscheidende Rolle wird der Kanton spielen mit der Absicht des Regierungsrates, den Viadukt aus dem Kantonsstrassennetz zu nehmen. Definitiv entscheiden darüber wird aber der Kantonsrat. Um den Kanton und die anderen Entscheidungsträger zu überzeugen, dass der Viadukt auch nach 2022 bestehen bleiben muss, wird eine «Kommission Viadukt» gegründet. Dieser Kommission gehören an: Walo Schönbächler (Kommissionsleitung), Thomas Kubon, Esther Hegner, Andres Bolleter, Peter Gyr und Philipp Schönbächler. Sie werden die bisherigen Bemühungen des Vorstandes weiterführen und noch intensiver vorgehen, sind aber auch auf die Unterstützung der Bevölkerung angewiesen.

Treffen mit den Regierungsräten Othmar Reichmuth und Andreas Barraud.

Regierungsrat Othmar Reichmuth ist Vorsteher des Baudepartements des Kantons Schwyz. Regierungsrat Andreas Barraud, Umweltdepartement, ist der Vertreter des Kantons Schwyz bei den Verhandlungen mit der SBB/Etzelwerk über die Neukonzessionierung.

Thomas Kubon als Präsident des Einwohnervereins zeigte mit einer ausführlichen Powerpoint Präsentation, welche Bedeutung der Viadukt für die Willerzeller Bevölkerung hat und welche gravierenden Auswirkungen ein Wegfall hätte. Dadurch wollten wir den Regierungsräten aufzeigen und vielleicht sogar überzeugen, sich für den Erhalt des Viadukts einzusetzen.

Regierungsrat Othmar Reichmuth zeigte zwar gewisses Verständnis, will uns aber keine falschen Hoffnungen machen: Ein Antrag an den Kantonsrat, den Viadukt im Kantonsstrassennetz zu belassen, wäre nach seinen Aussagen das Papier nicht wert. Unser wichtigstes Argument, dass dadurch die Strasse vom Ruostel ins Willerzell nicht als Kantonsstrasse ausgebaut werden müsste, vernichtete er damit, dass diese Strasse nicht gross ausgebaut würde, sondern als sogenannte Bergstrasse weitergeführt würde, analog der Satteleggstrasse.

Regierungsrat Andreas Barraud betonte, dass unser Viadukt in den Verhandlungen nur ein Teil von sehr vielen Anliegen sei, die berücksichtigt werden müssten. Die Verhandlungen seien erst im Anfangssstadium und der Kanton Schwyz müsse sich jeweils zuerst mit den vier anderen Konzedenten einigen, mit welchen Forderungen sie gegenüber der SBB/Etzelwerk auftreten.

Insgesamt hinterliess dieses Treffen leider nicht allzu grosse Hoffnungen in den Kanton. Da die SBB/Etzelwerk die Sanierung ebenfalls nicht übernehmen wollen, bleibt die grosse Frage, ob der Viadukt eines Tages aus Sicherheitsgründen gesperrt werden muss. 

Die Sanierung durch die SBB steht fest. Es findet aber ein Seilziehen statt, wer die budgetierten Kosten von ca. Fr. 4,5 Mio. übernehmen soll. Die SBB wollen 3 Mio. an den Bezirk abwälzen. Wegen den umfangreichen Verhandlungen für die neue Konzession wurde die alte Konzession, die bereits 2017 ausläuft, provisorisch um 5 Jahre verlängert.

Sanierung teurer, Arbeitsbeginn ungewiss

Der Einwohnerverein setzt sich für den Erhalt der «Lebensader» ins Willerzell ein – bevor es zu spät ist

Die 1115 Meter lange Brücke ins Willerzell ist für die Bevölkerung des Einsiedler Viertels der Lebensnerv. Sie kämpfen für den Erhalt des sanierungsbedürftigen Viaduktes.

 

Die Erneuerung des Korrosionsschutzes wurde verschoben. Die Sanierung durch die Etzelwerk/SBB steht fest, aber es ist nicht klar, wie die Kosten von ca. Fr. 4,5 Mio. im künftigen Konzessionsvertrag behandelt werden; bis das geklärt ist, läuft gar nichts. Die Kostenschätzung für einen Fussgängersteg beträgt ca. Fr. 2,5 Mio., die der Bezirk tragen müsste.

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